Die Lampen-Serie entwickelte sich aus meiner langjährigen Auseinandersetzung mit der Ästhetik der  japanischen Teezeremonie, einer Zen-Kunst. Dieses Konzept eines Gesamtkunstwerks umfasst neben festen Verhaltensregeln auch eine Ästhetik vom Blumengesteck über Kalligraphie und Malerei bis zur Architektur. Schon während meines Architekturstudiums erweckten einige, auch neuere, japanische Gebäude durch eine schwer fassbare Andersartigkeit mein Interesse. Schnell stellte sich heraus, dass diese Gebäude eine gemeinsame Wurzel in eben jener Teezeremonie hatten. Ich musste unbedingt mehr über die Hintergründe wissen und begann mich zunächst durch Bücher zu informieren. Bald war mir klar, dass die wesentlichen Inhalte kaum mit der Sprache transportiert werden können.
Wie konnte ich weiterkommen?
Wie konnte ich erfahren, ob ich überhaupt etwas von der Teeästhetik verstanden hatte?
Ich entschloss mich zu einem Experiment: Angeregt von den Schmucknischen (Tokonoma) der japanischen Teehäuschen, die je nach Jahreszeit und beabsichtigter Stimmung mit Rollbildern und kleinen Blumengestecken geschmückt werden, entwickelte ich die Serie Papiergefäße für elektrisches Licht. Die Leuchten der Serie sind eine westliche Adaption des faszinierenden Themas.

Leicht austauschbar, wie das Rollbild in der Nische, filtert das halbdurchlässige Papier das blanke Licht der Glühbirne, färbt es mit einer Stimmung und projiziert diese auf den Raum und die sich in ihm befindlichen Menschen.
Papiergefässe für elektrisches Licht
Übersicht: Die Serie seit 1992
Hinweise: Hängung der Leuchten
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Design: Hanspeter Höhn, Architekt